Multifunktionsbräter für professionelle Küchen
Multifunktionsbräter verbinden Braten, Schmoren, Kochen und Grillen in einer leistungsfähigen Küchenstation. Tisch- und Standgeräte ermöglichen eine bedarfsgerechte Auswahl nach Produktionsmenge, Platzangebot und Arbeitsablauf. Ratgeber Multifunktionsbräter »
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Multifunktionsbräter als flexible Station in der Profiküche
Ein Multifunktionsbräter ist ein elektrisch beheiztes Kochgerät mit tiefem Grill- beziehungsweise Bratbecken, das mehrere Garverfahren innerhalb einer Station vereint. Er eignet sich zum Anbraten, Schmoren, Kochen und Grillen und unterstützt dadurch vielseitige Produktionsabläufe in Restaurants, Hotels, Kantinen und Cateringküchen.
Die kombinierte Nutzung ist besonders interessant, wenn Speisen zunächst kräftig angebraten und anschließend im gleichen Becken weitergegart werden. Fleisch, Gemüse, Ragouts oder Soßen müssen nicht zwischen verschiedenen Geräten umgesetzt werden. Das verkürzt Wege, reduziert unnötiges Handling und hält während der Stoßzeit wertvolle Flächen in der Kochlinie frei.
Kapazität und Leistung auf den tatsächlichen Durchsatz abstimmen
Die Auswahl beginnt bei den Mengen, die innerhalb einer Produktionsphase verarbeitet werden. Geräte mit 11,5 Litern und 4,8 kW eignen sich für kleinere Chargen, wechselnde À-la-carte-Gerichte oder kompakte Küchen. Ausführungen mit 24 Litern und 9,6 kW schaffen mehr Spielraum für eine höhere Auslastung, vorbereitete Schmorgerichte oder parallel benötigte Portionen.
Das größere Becken allein ist jedoch kein verlässlicher Vorteil. Entscheidend ist, ob das zusätzliche Volumen regelmäßig genutzt wird und zum Arbeitsrhythmus des Teams passt. Ein überdimensioniertes Gerät beansprucht mehr Stellfläche und Anschlussleistung, während eine zu kleine Ausführung bei Spitzenlast mehrere aufeinanderfolgende Chargen erforderlich macht.
Tisch- oder Standgerät passend in die Kochlinie integrieren
Tischgeräte lassen sich auf einem belastbaren Unterbau platzieren und können bestehende Arbeitsstationen ergänzen. Standgeräte bilden dagegen einen eigenständigen Arbeitsplatz und schaffen je nach Ausführung zusätzlichen geschlossenen Stauraum. Im Sortiment stehen 400 mm breite Geräte mit 11,5 Litern sowie 800 mm breite Varianten mit 24 Litern zur Verfügung. Die Bautiefen von 700 oder 900 mm erleichtern die Abstimmung mit vorhandenen Kochgeräten.
Vor der Auswahl zählen nicht nur Außenmaße und Arbeitshöhe. Auch Bewegungsraum, Lüftung, Reinigungszugang und die Position des Ablaufs gehören in die Planung. Der erforderliche 400-V-Drehstromanschluss muss zur Leistung des Geräts passen und fachgerecht hergestellt werden. Eine abgestimmte Lüftungstechnik unterstützt den Umgang mit Hitze, Dampf und Bratdünsten.
Temperaturführung, Material und Reinigung im Küchenalltag
Ein Temperaturbereich von 100 bis 300 °C deckt langsames Weitergaren ebenso ab wie kräftiges Anbraten. Eine gleichmäßige Wärmeverteilung erleichtert reproduzierbare Ergebnisse, während digital gesteuerte Bflex-Modelle eine präzise Einstellung für wiederkehrende Prozesse ermöglichen.
Oberplatten aus Edelstahl AISI 316 sind auf Feuchtigkeit, Hitze und intensive gewerbliche Nutzung ausgerichtet. Sammelrinne und Abflussöffnung helfen dabei, Fett, Flüssigkeiten und Reinigungswasser kontrolliert aus dem Arbeitsbereich zu führen. Vor der Reinigung muss das Becken ausreichend abkühlen. Warmes Spülwasser, weiche Schwämme und anschließendes Trocknen schonen die Oberfläche; kaltes Wasser in der heißen Wanne sowie Stahlwolle können Materialschäden verursachen.
Quick-Check für die Auswahl eines Multifunktionsbräters
- Kapazität anhand der größten realistischen Charge festlegen
- 400 oder 800 mm Breite mit der Kochlinie abgleichen
- Tisch- oder Standgerät nach Arbeitshöhe und Stauraum wählen
- Anschlussleistung von 4,8 oder 9,6 kW technisch prüfen
- klassische oder digitale Bedienung am Produktionsablauf ausrichten
Mehrere Garprozesse wirtschaftlich an einer Station bündeln
Ein passend dimensionierter Multifunktionsbräter kann Gerätwechsel und Transportwege zwischen einzelnen Arbeitsschritten reduzieren. Das erleichtert die Abstimmung im Team, hält die Produktion übersichtlich und unterstützt stabile Abläufe bei wechselnder Auslastung. Wirtschaftlich wird die Investition vor allem dann, wenn die verfügbaren Garfunktionen regelmäßig genutzt werden und das Gerät einen tatsächlichen Engpass in der Küche löst.
Kurze Wege zur vorbereiteten Ware, ausreichend Ablagefläche und passende Edelstahlmöbel vervollständigen die Station. So entsteht kein isoliertes Einzelgerät, sondern ein Arbeitsbereich, der Vorbereitung, Garen, Entleeren und Reinigung logisch miteinander verbindet.