Asiatisches Restaurant: Ausstattung für professionelle Küchen
Von leistungsfähiger Woktechnik über Reis- und Nudelzubereitung bis zu Dämpfen, Frittieren und gekühlter Präsentation: Die Ausstattung eines asiatischen Restaurants muss unterschiedliche Garverfahren auf engem Raum zu schnellen Arbeitsabläufen verbinden. Welche Geräte passen, richtet sich vor allem nach Küchenstil, Speisekarte, Bestellvolumen, Produktionsweise und verfügbarem Platz. Ratgeber Asia-Restaurant »
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Asiatisches Restaurant einrichten: Vom Küchenkonzept zur Ausstattung
Professionelle Ausstattung für ein asiatisches Restaurant umfasst spezialisierte Kochtechnik sowie Kühl-, Vorbereitungs- und Ausgabebereiche für typische Produktionsprozesse wie Wokgaren, Reis- und Nudelzubereitung, Dämpfen, Frittieren oder die gekühlte Präsentation geeigneter Speisen. Dabei gibt es nicht die eine asiatische Restaurantküche. Ein Wok-Konzept mit starkem Take-away-Geschäft benötigt andere Schwerpunkte als ein Sushi-Restaurant, ein Betrieb mit Currys und Tandoori-Gerichten oder ein Restaurant mit umfangreichem Buffet. Auch vietnamesische, chinesische, japanische, thailändische oder andere Küchen können völlig unterschiedliche Kernprozesse besitzen. Die Geräteauswahl beginnt deshalb bei der Speisekarte: Welche Garverfahren wiederholen sich besonders häufig? Welche Zutaten müssen unmittelbar an der Kochstation bereitstehen? Welche Komponenten lassen sich vorbereiten? Und welche Bestellungen treffen während der stärksten Servicezeiten gleichzeitig ein? Erst daraus entsteht eine Küchenlinie, die zum tatsächlichen Konzept passt.
Wokstation als Hochleistungsarbeitsplatz organisieren
In vielen asiatischen Küchen bildet der Wok einen zentralen Produktionsbereich. Wokherde sind für Arbeitsabläufe ausgelegt, bei denen Zutaten innerhalb kurzer Zeit verarbeitet und direkt weitergegeben werden. Gerade deshalb spielt die Organisation rund um den Herd eine besonders große Rolle. Geschnittenes Gemüse, Fleisch, Fisch, Saucen, Öle und weitere vorbereitete Zutaten müssen griffbereit verfügbar sein. Auch Wok-Pfannen, Schöpfkellen und Behälter gehören unmittelbar an die Station. Der Koch sollte während einer Bestellung möglichst wenig zwischen Wok, Kühlung und Vorbereitung wechseln müssen. Denn die eigentliche Garzeit kann sehr kurz sein – lange Such- und Laufwege davor machen diesen Geschwindigkeitsvorteil wieder zunichte. Eine leistungsfähige Wokstation besteht deshalb nicht nur aus dem Herd. Sie verbindet Kochtechnik, Mise en Place, produktionsnahe Kühlung, Arbeitsfläche und Ausgabe zu einem kompakten Arbeitsplatz.
Mise en Place bestimmt die Geschwindigkeit am Wok
Bei schneller Kochtechnik verlagert sich ein großer Teil der Arbeit in die Vorbereitung. Gemüse muss geschnitten, Proteine portioniert, Saucen vorbereitet und weitere Zutaten in geeigneten Mengen bereitgestellt werden, bevor die erste starke Bestellphase beginnt. Saladetten & Zubereitungstische können Arbeitsfläche und produktionsnahe Kühlung miteinander verbinden. Häufig benötigte Zutaten bleiben dadurch direkt an der jeweiligen Station verfügbar. Das ist besonders relevant, wenn viele Gerichte auf einem gemeinsamen Grundsystem aufbauen. Verschiedene Wokgerichte können beispielsweise unterschiedliche Kombinationen aus denselben Gemüsen, Proteinen, Nudeln oder Saucen verwenden. Eine klar strukturierte Mise-en-Place-Station ermöglicht es, diese Varianten schnell zusammenzustellen. Je umfangreicher dagegen die Speisekarte und je größer die Zahl unterschiedlicher Zutaten, desto mehr Kühl-, Behälter- und Arbeitsfläche wird benötigt.
Quick-Check für die passende Ausstattung im asiatischen Restaurant
Fünf Punkte helfen dabei, den Bedarf einzugrenzen:
- Küchenstil: Liegt der Schwerpunkt auf Wokgerichten, Sushi, Nudelgerichten, Currys, Dumplings, Tandoori oder einem gemischten Angebot?
- Spitzenvolumen: Wie viele Gerichte müssen in den stärksten 30 bis 60 Minuten gleichzeitig produziert werden?
- Garverfahren: Welche Technik wird bei einem großen Teil der Bestellungen tatsächlich genutzt?
- Mise en Place: Welche Zutaten müssen gekühlt und unmittelbar an den Produktionsstationen bereitstehen?
- Verkaufsform: Dominiert Restaurantservice, Buffet, Take-away, Delivery oder eine Kombination daraus?
Diese Kriterien zeigen, welche Geräte den Kern der Küche bilden und an welchen Stationen zusätzliche Kapazität den größten betrieblichen Nutzen bringt.
Reiskocher nach Verbrauch und Servicerhythmus dimensionieren
Reis gehört in vielen asiatischen Restaurantkonzepten zu den regelmäßig benötigten Grundkomponenten. Reiskocher ermöglichen eine klar definierte Produktionsstation, die von der eigentlichen Wok- oder Kochlinie getrennt werden kann. Für die Dimensionierung ist nicht allein die Tagesmenge entscheidend. Relevant ist, wie viel Reis innerhalb einer bestimmten Zeit benötigt wird, welche Chargengrößen produziert werden und wie schnell zwischen einzelnen Kochvorgängen nachproduziert werden kann. Ein Restaurant mit starkem Mittagsgeschäft benötigt möglicherweise bereits vor Beginn des Peaks eine größere Menge. Ein Betrieb mit längeren Servicezeiten kann dagegen stärker in mehreren Chargen arbeiten. Auch die Positionierung zählt. Der fertige Reis sollte möglichst nahe an Portionierung und Ausgabe verfügbar sein, ohne den Bewegungsraum der warmen Küche zu blockieren.
Reisproduktion und Warmhaltung aufeinander abstimmen
Reisproduktion endet nicht mit dem Kochvorgang. Zwischen Fertigstellung und Ausgabe muss die benötigte Menge sinnvoll in den Service integriert werden. Werden sehr große Chargen produziert, entsteht weniger Nachproduktionsaufwand, aber gegebenenfalls eine längere Bereithaltungszeit. Zu kleine Chargen können dagegen dazu führen, dass während der stärksten Bestellphase ständig neu produziert werden muss. Die passende Menge orientiert sich deshalb am tatsächlichen Verkaufsrhythmus. Auch Reisportionierer, Behälter und die Übergabe an Wok-, Curry- oder Ausgabestation gehören zur Planung. Ein standardisierter Portionsprozess kann besonders bei hoher Bestellfrequenz helfen, die Ausgabe reproduzierbar zu organisieren und den Verbrauch besser einzuschätzen.
Nudelkocher als eigene Produktionsstation betrachten
Nudelkocher können dort eine zentrale Rolle übernehmen, wo Nudelgerichte regelmäßig einen großen Teil des Angebots ausmachen. Je nach Konzept werden Nudeln direkt auf Bestellung gegart, vorgegart oder anschließend in anderen Produktionsschritten weiterverarbeitet. Die Station muss deshalb zur gewünschten Produktionsmethode passen. Neben der Geräteleistung spielen Wasser, Abtropfbereiche, Portionierung und die Übergabe an Wok beziehungsweise Ausgabe eine Rolle. Besonders bei mehreren parallel bestellten Nudelgerichten wird relevant, wie viele Portionen gleichzeitig verarbeitet werden können. Wenn die Wokstation schneller arbeitet als der Nudelbereich nachliefert, verlagert sich der Engpass unmittelbar auf diese vorgelagerte Produktionsstufe. Wok- und Nudelkapazität sollten deshalb aufeinander abgestimmt werden.
Dämpfen für Dumplings und weitere Speisen einplanen
Gedämpfte Produkte bringen einen weiteren eigenständigen Garprozess in die Küche. Dumpling-Garer können beispielsweise für entsprechende Speisen eine klar definierte Produktionsstation bilden. Abhängig vom Konzept können auch andere Dämpfverfahren zum Einsatz kommen. Entscheidend ist die Menge, die während einer Servicephase gleichzeitig benötigt wird. Bei Vorspeisen oder Beilagen kann der Absatz stark mit dem Hauptgeschäft schwanken. Bei Konzepten, in denen Dumplings oder vergleichbare Produkte zum Kernsortiment gehören, wird die entsprechende Garstation dagegen zu einem wichtigen Kapazitätsbereich. Auch das Nachlegen und Entnehmen muss im Arbeitsablauf berücksichtigt werden. Vorbereitete Produkte benötigen eine geeignete Bevorratung in der Nähe, während fertige Speisen ohne unnötige Umwege zur Ausgabe gelangen sollten.
Fritteusen nach Produktmix und Spitzenlast planen
Fritteusen gehören in vielen asiatischen Restaurantküchen zum Produktionsmix. Je nach Speisekarte können dort beispielsweise bestimmte Vorspeisen, Beilagen oder andere frittierte Produkte hergestellt werden. Für die Kapazitätsplanung zählt vor allem, welche beliebten Produkte gleichzeitig auf dieselbe Fritteuse zugreifen. Wenn mehrere stark nachgefragte Gerichte dieselbe Garstation benötigen, kann auch eine leistungsfähige Küche an diesem einzelnen Punkt ins Stocken geraten. Dabei sollte nicht nur das Gesamtvolumen betrachtet werden. Unterschiedliche Produkte können auch organisatorisch getrennte Prozesse erfordern. Körbe, Arbeitsflächen, Vorbereitung und Zwischenablage müssen deshalb zum Sortiment passen. Eine größere Fritteuse allein löst keinen Engpass, wenn Portionierung oder Ausgabe davor beziehungsweise danach zu langsam organisiert sind.
Tandoori- und Ofengerichte als separate Küchenlinie organisieren
Restaurants mit indisch oder entsprechend ausgerichtetem Angebot können weitere Garverfahren benötigen. Geflügel- beziehungsweise Tandoori-Gasöfen bilden einen anderen Produktionsprozess als Wok, Fritteuse oder Nudelkocher. Werden solche Gerichte regelmäßig angeboten, benötigen Vorbereitung, Marinieren, gekühlte Lagerung und die spätere Garstation einen nachvollziehbaren Ablauf. Dabei muss die Station nicht zwingend direkt neben dem Wokbereich liegen. Sinnvoller ist eine Anordnung, die sich am eigenen Waren- und Produktionsfluss orientiert. Häufig verwendete Zutaten bleiben nah an ihrer jeweiligen Technik, während die verschiedenen Gerichte anschließend am Pass beziehungsweise an der Ausgabe zusammengeführt werden. So können unterschiedliche asiatische Küchenstile innerhalb eines Restaurants nebeneinander funktionieren, ohne dass sich sämtliche Stationen denselben Arbeitsplatz teilen müssen.
Kombidämpfer für planbare Chargen und Vorbereitung einsetzen
Kombidämpfer können in entsprechenden Restaurantkonzepten zusätzliche Produktionsmöglichkeiten schaffen. Sie eignen sich besonders dort, wo bestimmte Komponenten in planbaren Chargen vorbereitet, gegart oder für weitere Produktionsschritte bereitgestellt werden. Entscheidend ist, welche Aufgaben das Gerät im eigenen Speiseplan tatsächlich übernimmt. Ein Kombidämpfer sollte nicht lediglich als zusätzliche Universaltechnik eingeplant werden. Sein betrieblicher Nutzen entsteht, wenn wiederkehrende Prozesse gebündelt und dadurch andere stark ausgelastete Stationen entlastet werden. Auch Kapazität und Position müssen zur restlichen Küche passen. Bleche und GN-Behälter benötigen Vorbereitungs- und Abstellflächen. Nach dem Garprozess müssen Produkte außerdem ohne lange Wege in Kühlung, Warmhaltung oder weitere Verarbeitung gelangen können.
Sushi-Produktion klar von der heißen Küche trennen
Bei Restaurants mit Sushi-Angebot entsteht neben der warmen Küche ein deutlich anderer Produktionsbereich. Hier stehen Vorbereitung, Portionierung, saubere Arbeitsflächen und gekühlte Zutaten im Vordergrund. Fisch, Gemüse und weitere Komponenten werden vorbereitet und anschließend unmittelbar am Sushi-Arbeitsplatz verarbeitet. Dieser Bereich sollte daher möglichst wenig durch Laufwege aus Wok-, Frittier- oder Spülstation gestört werden. Sushivitrinen können geeignete Zutaten beziehungsweise Produkte gekühlt und gleichzeitig übersichtlich am Arbeitsplatz beziehungsweise im Präsentationsbereich bereithalten. Die benötigte Größe orientiert sich dabei am tatsächlichen Sortiment. Zu viel Präsentationskapazität beansprucht Arbeitsfläche, während eine zu kleine Lösung häufiges Nachfüllen erforderlich machen kann.
Sushi-Kühlung als Teil des Arbeitsplatzes verstehen
Bei Sushi ist Kühlung nicht nur Lagerung im Hintergrund. Der direkte Produktionsbereich benötigt einen kontrollierten Arbeitsbestand, damit Zutaten während des laufenden Services mit möglichst wenigen Wegen verfügbar bleiben. Größere Reserven können separat gekühlt werden. Diese Trennung zwischen Hauptlager und Arbeitsplatzkühlung verhindert, dass für einzelne Portionen ständig größere Kühlschränke oder Kühlräume aufgesucht werden müssen. Gleichzeitig sollte die Menge am Arbeitsplatz auf den aktuellen Produktionsbedarf abgestimmt bleiben. Ein gut organisierter Sushi-Bereich verbindet Vorbereitung, gekühlte Bereitstellung, Portionierung und Ausgabe auf vergleichsweise kurzer Distanz.
Hotpot-Konzepte nach Tisch- und Ausgabelogik planen
Hotpot verändert die klassische Küchenlogik, weil ein Teil der Zubereitung beziehungsweise des Garprozesses näher an den Gast verlagert wird. Bain-Maries & Hotpots können abhängig vom Konzept dafür entsprechende Funktionen übernehmen. Die Anforderungen an die Küche verschwinden dadurch jedoch nicht. Zutaten müssen vorbereitet, portioniert und gegebenenfalls gekühlt bereitgestellt werden. Brühen beziehungsweise Grundlagen benötigen eine eigene Produktions- und Nachfülllogik. Bei einem umfangreichen Hotpot-Angebot steigt deshalb insbesondere der Bedarf an Mise en Place und gekühlter Zutatenorganisation. Auch Geschirr und Rücklauf können umfangreicher werden, weil zahlreiche einzelne Schalen, Teller oder Behälter im Umlauf sind. Das Konzept sollte daher von Anfang an gemeinsam mit Spültechnik und Servicewegen geplant werden.
Buffetbetrieb auf Nachschub statt maximale Befüllung ausrichten
Asiatische Restaurants mit Buffet stellen andere Anforderungen an Produktion und Ausgabe als reine À-la-carte-Betriebe. Buffettheken & Salatbars ermöglichen abhängig vom Konzept die Präsentation verschiedener Speisen beziehungsweise kalter Komponenten. Entscheidend ist jedoch nicht nur die Anzahl der angebotenen Gerichte. Jede zusätzliche Position benötigt Produktion, Behälter, Nachschub und laufende Kontrolle. Ein sehr großes Buffet kann dadurch hohe Anforderungen an Küche und Personal stellen. Statt sämtliche Mengen zu Beginn bereitzustellen, kann ein strukturierter Nachschub in kleineren Chargen sinnvoll sein. Die Küche produziert dann entsprechend der tatsächlichen Entnahme nach und hält Reserve für besonders stark nachgefragte Gerichte bereit. So werden Buffet und Küche als gemeinsames System geplant.
Wok, Reis und Ausgabe auf denselben Takt abstimmen
In einem asiatischen Restaurant können einzelne Garprozesse sehr unterschiedliche Geschwindigkeiten besitzen. Ein Wokgericht ist möglicherweise schnell fertiggestellt, während Reis bereits vorbereitet sein muss. Nudelgerichte benötigen einen eigenen Vorlauf, frittierte Komponenten wiederum eine andere Garzeit. Am Pass müssen diese Bestandteile dennoch zur richtigen Bestellung zusammenkommen. Genau deshalb reicht es nicht, jede Station separat zu optimieren. Wenn eine Station dauerhaft schneller produziert als die anderen, entstehen Wartezeiten oder fertige Komponenten müssen unnötig lange bereitstehen. Die Kapazität sollte sich deshalb an der gesamten Bestellung orientieren: Wie schnell kann ein typisches Gericht vom Bon bis zur vollständigen Ausgabe produziert werden? Der langsamste regelmäßig benötigte Arbeitsschritt bestimmt häufig den tatsächlichen Durchsatz.
Take-away und Delivery als eigenen Ausgabekanal organisieren
Viele asiatische Restaurantkonzepte verbinden Vor-Ort-Service mit Take-away oder Liefergeschäft. Dadurch entsteht neben dem klassischen Pass eine zweite Ausgabelogik. Gerichte müssen verpackt, gegebenenfalls mit Reis, Saucen, Besteck oder weiteren Komponenten ergänzt und anschließend eindeutig einer Bestellung zugeordnet werden. To Go Boxen und weitere Verpackungsmaterialien gehören deshalb möglichst unmittelbar an die entsprechende Ausgabestation. Werden Restaurantteller und Lieferbestellungen auf derselben kleinen Fläche zusammengestellt, können sich beide Kanäle während starker Zeiten gegenseitig behindern. Bei relevantem Außer-Haus-Anteil lohnt sich deshalb eine definierte Verpackungszone. Fertige Gerichte gelangen aus den verschiedenen Kochstationen dorthin, werden vollständig zusammengestellt und anschließend separat übergeben.
Komplexität der Speisekarte gegen Küchenleistung prüfen
Asiatische Speisekarten können sehr umfangreich werden. Viele Gerichte unterscheiden sich jedoch teilweise nur durch Protein, Sauce, Gemüse oder Beilage. Das kann betrieblich vorteilhaft sein, wenn dieselben vorbereiteten Zutaten über mehrere Gerichte hinweg verwendet werden. Problematisch wird es, wenn zusätzliche Gerichte ständig neue Rohwaren und eigene Garverfahren benötigen. Jede neue Produktgruppe kann zusätzlichen Kühlraum, Behälter, Vorbereitung und Spezialtechnik mit sich bringen. Eine leistungsfähige Speisekarte nutzt deshalb gemeinsame Produktionsbausteine sinnvoll. Wokgerichte können beispielsweise auf einer strukturierten Auswahl vorbereiteter Zutaten aufbauen, ohne dass für jede Variante ein vollständig eigener Arbeitsplatz erforderlich wird. Das reduziert Lagerkomplexität und erleichtert eine reproduzierbare Mise en Place.
Kühlung nach Vorbereitung und Produktionsstation gliedern
Asiatische Restaurantküchen arbeiten häufig mit zahlreichen vorbereiteten Einzelkomponenten. Gemüse, Fleisch, Fisch, Saucen und weitere Zutaten müssen bis zur Verarbeitung organisiert und abhängig vom Produkt entsprechend gelagert werden. Die große Lagerkühlung übernimmt dabei die Warenreserve. Produktionsnahe Kühltische und Zubereitungsmöbel versorgen die einzelnen Stationen mit ihrem aktuellen Arbeitsbestand. Diese Aufteilung verkürzt Wege und erleichtert das Nachfüllen. Auch die Position der Zutaten innerhalb der Station sollte ihrer Verwendung folgen. Produkte, die bei einem großen Teil der Bestellungen benötigt werden, gehören an die am schnellsten erreichbaren Plätze. Selten verwendete Zutaten müssen nicht dieselbe wertvolle Griffzone beanspruchen.
Abluft und technische Infrastruktur früh einplanen
Wokherde, Fritteusen, Öfen und andere intensiv genutzte Kochgeräte stellen entsprechende Anforderungen an den Küchenbereich. Lüftung und technische Infrastruktur sollten deshalb früh in die Planung der Kochlinie einbezogen werden. Nicht nur die einzelne Geräteposition zählt. Auch die Kombination mehrerer Wärmequellen beeinflusst den Arbeitsplatz. Hinzu kommen Strom-, Gas-, Wasser- und Abwasseranschlüsse entsprechend der ausgewählten Technik. Ein leistungsfähiger Gerätepark lässt sich nur dann sinnvoll nutzen, wenn die technische Infrastruktur diese Leistung auch unterstützt. Gerade bei der Modernisierung bestehender Küchen sollte deshalb zuerst geprüft werden, welche Voraussetzungen am vorgesehenen Standort vorhanden sind und welche Anpassungen gegebenenfalls notwendig werden.
Spültechnik auf viele kleine Arbeitsmittel ausrichten
Neben Tellern und Gläsern erzeugt eine asiatische Küche zahlreiche weitere Spülteile. Wok-Pfannen, Töpfe, GN-Behälter, Schüsseln, Messer, Schneidbretter und weitere Arbeitsmittel müssen regelmäßig wieder in den Produktionskreislauf zurückkehren. Spülmaschinen und der gesamte Spülbereich sollten deshalb zur tatsächlichen Rücklaufmenge passen. Wichtig ist eine klare Trennung zwischen schmutziger Annahme und sauberer Bereitstellung. Auch große oder sperrige Kochutensilien benötigen ausreichend Platz. Wenn benutzte Behälter während des Peaks auf Vorbereitungsflächen gesammelt werden, verliert die Küche genau dort Kapazität, wo sie für neue Bestellungen benötigt wird. Ein organisierter Rücklauf entlastet deshalb unmittelbar die Produktion.
Reinigung bei hoher Taktung in den Service integrieren
Wokgaren, Frittieren, Saucen und intensive Vorbereitung beanspruchen Arbeitsflächen und Geräte während eines Serviceabschnitts stark. Reinigung muss deshalb nicht nur am Ende des Tages funktionieren. Werkzeuge und Behälter sollten während des laufenden Betriebs zurückgeführt werden können. Verschmutzte Oberflächen müssen zugänglich bleiben, ohne dass dafür komplette Produktionsstationen auseinandergebaut werden. Besonders Fett- und Saucenrückstände können den Reinigungsaufwand erhöhen. Eine Ausstattung, die sich schnell erreichen und pflegen lässt, reduziert deshalb täglich wiederkehrende Arbeitszeit. Auch ausreichend freie Fläche zwischen beziehungsweise neben den Geräten erleichtert die Reinigung und verhindert schwer zugängliche Zwischenräume.
Asiatisches Restaurant nach der Peak-Zeit dimensionieren
Viele asiatische Restaurantkonzepte erleben eine starke Verdichtung im Mittags- oder Abendgeschäft. Bei Take-away- und Delivery-Modellen können zusätzlich sehr viele Bestellungen nahezu gleichzeitig eingehen. Die Kerntechnik muss genau diese Belastung tragen. Dabei ist der größte Wokherd nicht automatisch die wichtigste Investition. Vielleicht sind die Woks ausreichend schnell, aber der Nudelkocher ist zu klein. Vielleicht fehlt Reis in ausreichender Menge oder die Mise en Place muss während des Peaks ständig nachgefüllt werden. Kapazitätsplanung betrachtet deshalb immer die gesamte Kette. Wok, Reis, Nudeln, Fritteuse, Vorbereitung und Verpackung müssen gemeinsam genügend Leistung besitzen, damit sich der Rückstau nicht lediglich von einer Station zur nächsten verschiebt.
Ausstattung für ein asiatisches Restaurant wirtschaftlich priorisieren
Die wichtigsten Investitionen orientieren sich am Kernsortiment. Ein woklastiges Restaurant setzt entsprechend auf Woktechnik, Mise en Place und produktionsnahe Kühlung. Ein Sushi-Konzept priorisiert dagegen Vorbereitung, geeignete Kühlung und Präsentation. Bei einem Restaurant mit großem Nudel- oder Dumpling-Anteil gewinnen die jeweiligen Spezialstationen entsprechend an Bedeutung. Nicht jedes asiatische Restaurant benötigt daher jede verfügbare Spezialtechnik. Besonders wirtschaftlich sind Geräte dort, wo sie häufig wiederkehrende Prozesse tragen, hohe Stückzahlen ermöglichen oder tägliche manuelle Engpässe reduzieren. Auch bei einer Modernisierung lohnt sich zuerst die Prozessanalyse. Lange Bonzeiten können von zu geringer Kochleistung kommen – oder von fehlender Vorbereitung, langen Wegen zur Kühlung, zu geringer Reisproduktion oder einer überlasteten Verpackungsstation. Die passende Investition löst den tatsächlichen Engpass statt lediglich zusätzliche Technik in die Küche zu stellen.
Asiatisches Restaurant professionell ausstatten mit GGM Gastro
Von Wok- und Nudelkonzepten über Sushi und Dumplings bis zu Tandoori-, Hotpot- oder Buffetrestaurants unterscheiden sich Speisekarte und Produktionsabläufe erheblich. Passende Ausstattung für asiatische Restaurants orientiert sich deshalb an den regelmäßig eingesetzten Garverfahren, dem Bestellvolumen, der Mise en Place und den stärksten Servicezeiten. GGM Gastro bietet dafür professionelle Küchenausstattung von Wokherden, Reiskochern und Nudelkochern über Fritteusen, Dumpling-Garer und Kombidämpfer bis zu Sushivitrinen, Hotpot-Technik und Zubereitungstischen. Damit lassen sich sowohl spezialisierte Küchenlinien einer Neueröffnung als auch einzelne Produktionsbereiche bei Modernisierung, Sortimentserweiterung oder steigenden Bestellmengen bedarfsgerecht zusammenstellen.

















